Gelber Sonnenhut – Rudbeckia pflanzen und pflegen

Zu den beliebtesten Stauden im Garten zählt der Gelbe Sonnenhut mit seinen leuchtenden Blüten. Die robuste Pflanze ist winterhart und unempfindlich für Pflanzenkrankheiten. Wie Sie einen Rudbeckia am besten anpflanzen und was bei der Pflege und Vermehrung beachten ist, erfahren Sie hier.

Der Gelbe Sonnenhut ist auch unter den Namen Gewöhnlicher Sonnenhut, Leuchtender Sonnenhut und Sonnenhut Goldsturm bekannt. Er stammt ursprünglich aus Nordamerika und blüht von Juli bis September. Weltweit gibt es etwa 20 Rudbeckia-Arten.

Der Gelbe Sonnenhut ist ungiftig für Katzen und Hunde und bringt Farbe und Fröhlichkeit in Ihren Garten. Pflanzen können Sie die attraktive Staude das ganze Jahr über, solange der Boden nicht gefroren ist. Ideale Bedingungen herrschen allerdings im Frühling oder im Sommer vor. Dann ist der Boden bereits warm und feucht.

Den richtigen Standort für den Gelben Sonnenhut wählen

Die Auswahl des richtigen Standorts ist wichtig. Der Gelbe Sonnenhut liebt es halbschattig bis sonnig und warm. Wählen Sie daher unbedingt einen Platz im Beet, an dem er seine ganze Pracht entfalten kann.
Meistens wird ein vollsonniger Standort empfohlen. Die Pflanzen entwickeln sich aber auch in Beeten, in denen sie nicht von der prallen Mittagssonne erfasst werden.

Welches geeignete Substrat ist geeignet

Bereiten Sie den Boden vor dem Einpflanzen der Staude vor: Beseitigen Sie vorhandene Wurzelreste, Unkraut und Steine aus dem Beet. Ideal ist ein nährstoffreicher, feuchter (aber nicht nasser!) und durchlässiger Boden.
Falls ihr Boden zu schwer ist, mischen Sie Kies oder Sand darunter. Ein nährstoffarmes Substrat werten Sie mit Gartenerde oder Pflanzerde auf. Im Frühling können Sie zum Düngen auch Kompost dazugeben.

Rudbeckia einpflanzen in 5 Schritten

Die Staude ist unkompliziert einzupflanzen und zu pflegen.

1. Heben Sie zunächst ein Loch für die Pflanze aus. Es sollte etwa die doppelte Größe aufweisen wie der Wurzelballen.

2. Wässern Sie Ihren Gelben Sonnenhut sorgfältig.

3. Entfernen Sie vor dem Einpflanzen den Topf.

4. Gießen Sie die neue Pflanze mit reichlich Wasser an.

5. Da das Wasser im Sommer schnell verdunstet, ist eine dünne Mulch Schicht sinnvoll.

So pflegen Sie den Gelben Sonnenhut

Falls der Sommer heiß und trocken ist, gießen Sie den Gelben Sonnenhut am besten mehrfach pro Woche. Das Wasser wird an den Wurzeln gebraucht. Darum sollten Sie an der Wassermenge nicht sparen. Lieber kräftig befeuchten! Zeigt Ihr Gelber Sonnenhut welke Blätter? Das ist ein Hinweis darauf, dass er noch mehr Feuchtigkeit benötigt.

Am besten gedeiht Rudbeckia in einem nährstoffreichen Boden. Beim Einpflanzen ist Kompost als Langzeitdünger eine gute Wahl. Einmal pro Jahr können Sie vor dem Austrieb Dünger für Blühpflanzen dazugeben und bei Bedarf im Frühsommer noch einmal nachdüngen. Das ist sinnvoll, falls Ihnen an Ihrer Pflanze hellgrüne Blätter auffallen. Diese Färbung weist auf einen Nährstoffmangel hin.

Ab August ist es ratsam, das Düngen einzustellen. Sonst besteht die Gefahr, dass der Boden mit zu viel Stickstoff angereichert wird. Das wiederum kann dazu führen, dass die Pflanze – eigentlich ein winterhartes Exemplar – den Frost nicht übersteht.

Ist der Sonnenhut verblüht, können Sie ihn zurückzuschneiden. Da Vögel die Fruchtstände als Nahrung nutzen, reicht es, wenn sie das im nächsten Frühling erledigen. Die Pflanze beeinträchtigt der späte Rückschnitt nicht, und Sie leisten gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für den Vogelschutz.

Um jungen Pflanzen ihren ersten Winter zu erleichtern, können Sie zum Schutz Laub auf dem Beet verteilen.

Video: Sonnenhut (Rudbeckia)

Den Gelben Sonnenhut als Kübelpflanze kultivieren

Sie haben kein Beet, möchten auf den Gelben Sonnenhut aber trotzdem nicht verzichten? Kein Problem: Die Staude lässt sich auch im Kübel hervorragend anpflanzen. Zur Verhinderung von Staunässe sollten Sie für Löcher im Kübel sorgen. Füllen Sie am besten Kies und Scherben aus Ton in den Topf ein, bevor Sie die Pflanze und das Substrat dazugeben.  

Der Pflanzkübel kann auch im Winter draußen auf der Terrasse, auf dem Balkon oder im Garten bleiben. Denken Sie aber daran, die Staude auch während der kalten Jahreszeit zu gießen. Mit einem Vlies machen Sie Ihre Kübelpflanzen winterfest.

Welche Schädlinge den Gelben Sonnenhut heimsuchen

Schnecken können für Jungpflanzen zu einem echten Problem werden: Sie schätzen den frischen Austrieb der Stauden. Abgesehen davon ist ein Schädlingsbefall nicht zu erwarten.

Wie Sie den Gelben Sonnenhut vermehren

Die Vermehrung des Gelben Sonnenhutes ist nicht ganz einfach. Die Staude zählt zu den sogenannten „Kaltkeimern“. Das heißt, die Samen brauchen Kälte, damit sie keimen. Legen Sie die Samen am besten ein paar Wochen in Ihren Kühlschrank, bevor Sie sie aussäen.

Etwas einfacher gelingt die Vermehrung der Pflanzen durch Teilung. Warten Sie, bis Ihr Gelber Sonnenhut vier bis fünf Jahre hinter sich hat. Dann holen Sie die Pflanze im Frühling aus dem Beet. Mit Hilfe eines Spatens lässt sich der Wurzelballen gut teilen. Pflanzen Sie die neuen Teilstücke am besten direkt – wie oben beschrieben – ein.
Für die alte Pflanze ist das Teilen wie ein Jungbrunnen. Sie wächst, gedeiht und behält ihre Vitalität und Blühfreude. Auch als Geschenk für andere Gartenliebhaber ist ein Ableger des Gelben Sonnenhutes eine schöne Idee.

Für jeden Garten die richtige Rudbeckia-Art

Es gibt unterschiedliche Rudbeckia-Arten für jeden Bedarf.

  • Riesen-Sonnenhut: Der Rudbeckia maxima schießt stolze 2,50 m in die Höhe. Damit eignet sich dieser Sonnenhut wunderbar im hinteren Bereich von tiefen Staudenbeeten. Im Zusammenspiel mit Hecken, Bambus oder hohen Astern bietet er einen attraktiven Sichtschutz.
  • Fallschirm-Sonnenhut: Etwas kleiner bleibt der Rudbeckia nitida. Er bringt es auf etwa zwei Meter. Damit fügt er sich ebenso gut in die hinteren Zonen von Staudenbeeten ein. Er harmoniert beispielsweise mit hohen Astern, niedrigeren Sonnenhüten und Gräsern.
  • Leuchtender Sonnenhut: Wer eine kleinere Pflanze sucht, ist mit Rudbeckia fulgida gut bedient: Die Staude erreicht eine Höhe von rund 60 bis 80 cm. Damit ist sie deutlich kleiner als die beiden erst genannten. Als Pflanzpartner kommen Roter Sonnenhut, niedrige Astern und Herbstmargeriten infrage.
  • Prächtiger Sonnenhut: Geradezu zierlich wirkt die Rudbeckia fulgida mit ihrer Wuchshöhe von gerade einmal 40 bis 50 cm. Dafür zeichnet sie sich durch eine lange Blütezeit aus.

Wenn Sie einen Farbtupfer für Staudenbeete wünschen, kommen Sie um den Gelben Sonnenhut nicht herum: Die hübsche Staude verbreitet Fröhlichkeit, ist leicht zu pflegen und unkompliziert zu vermehren. Sie liebt es warm und sonnig, braucht allerdings auch viel Feuchtigkeit.

Falls Sie kein Beet haben, lässt sich Rudbeckia auch in einem Kübel problemlos kultivieren.

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