Lilien fürs Gartenbeet - Pflanzen, Pflegen, Schneiden

Prachtvolle Blüten und ein betörender Duft: Kaum andere Blühpflanzen faszinieren Blumenfreunde so stark wie die Lilien (Lilium). Abhängig von der Art und Sorte öffnen diese ihre Dolden zwischen Mai und September.

Bei richtiger Pflege bezaubern sie mit einer ausdauernden Vielfalt an Blütenfarben und -formen. Lilien sind bemerkenswert robuste Stauden. Sie wirken nicht nur im Gartenbeet, sondern auch als Schnittblumen in der Vase äußerst attraktiv. Ihre Art gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und wurde bereits in der Mitte des zweiten Jahrtausend vor Christus in die Gärten gepflanzt. Die Römer brachten sie in ihre Provinzen, von da aus sie in ganz Europa bekannt wurden. Wie viele Gemälde aus dem Mittelalter belegen, entwickelte sich die weiße Madonnenlilie sogar zu einem wichtigen Mariensymbol.

Nicht zuletzt haben Lilien auch im Naturschutz einen wertvollen Anteil und dienen dem Artenschutz. Ihr reichhaltiges Pollenangebot macht sie schon ab Mai zu einer wichtigen Nahrungsquelle verschiedener Insekten.

Die schönsten Lilienarten für das Gartenbeet

Es gibt ca. 110 Lilien-Arten und zahlreichen Unterformen. Diese variieren in Blütezeit, Höhe, Blütenform und -farbe. Darunter sind auch wunderschöne gefüllte Blütenformen.

Eine Auswahl:

1. Asiatische Hybriden – Cream: Erblühen im Juli und sind ausgesprochen pflegeleicht. Sie zeigen eine exklusive Farbbrillanz und sind je nach Sorte unterschiedlich geformt oder gefüllt. Alle sind winterhart.

2. Baumlilien – Lilium Orienpet: Blühen im August und September in Gelb, Orange, Rosa. Die Blüten sind groß und stark duftend. Sie erreichen eine Höhe von 2,0 m und sind winterhart.

3. Goldbandlilien - Lilium auratum: Erblühen im August und September in Weiß mit gelben Mittelstreifen. Die Höhe beträgt 100 bis 200 cm. Nicht uneingeschränkt winterhart.

4. Feuer-Lilien - Lilium bulbiferum: Erblühen in Mai, Juni, Juli oft zweifarbig in verschiedenen roten und orangefarbenen Tönen. In den Alpen sind sie in wilder Form anzutreffen. Das heißt, dass es sich um eine robuste Pflanze handelt. Anders als die meisten anderen Lilienarten duften Feuerlilien nicht.

5. Japanische Berglilien – Lilium auratum: Erblühen August und September und bilden große, weiße und tellerförmige Blüten aus. Diese sind mit gelben Mittelrippen und rötlichen Flecken geschmückt. Aromatischer Duft. Die Höhe beträgt 1,5 m. Sie sind winterhart.

6. Madonnenlilien (Lilium candidum): Erblühen im Mai mit großen Blüten mit intensiven Duft. Sie erreichen eine Höhe von etwa 1 m. Ideale Schnittblumen für die Vase.

7. Pantherlilien (Lilium speciosum): Erblühen Juli und August in Gelborange mit rötlich gefärbten Spitzen und bräunlichen Punkten.

8. Tiger-Lilien (Lilium lancifolium): Erblühen Juni und September orangefarben. Sie erreichen eine Höhe von bis zu 150 cm. Es ist eine sehr anpassungsfähige Pflanze.

9. Trompeten-Lilien - Lilium regale: Erblühen Juni und August weiß und auch farbenprächtig mit leicht herabhängenden Blüten. Kreuzungen haben inzwischen Varianten hervorgebracht. Die leicht nach hinten wölbenden Blütenblätter erinnern an Trompeten, was ihr ihren Namen verlieh.

10. Türkenbund-Lilien (Lilium matagon): Erblühen Juni und August zumeist rosafarben mit Punkten. Die Blütenblätter beugen sich nach hinten und erinnern an einen Turban. Sie verströmen am Abend einen süßen Duft. Es gibt niedrige und hochwachsende Sorten.

Video: Lilien im Garten pflanzen

Pflanzzeitpunkt und Standort für Lilien im Garten

Ein früher Beginn der Vegetationsperiode sorgt für eine zeitige Blüte. Die optimale Pflanzzeit für Lilien-Zwiebeln ist im Spätsommer. Vorgezogene Pflanzen kommen ab Mitte Mai ins Beet. An einem sonnigen, hellen und geschützten Standort erreichen Lilien Höchstleistungen. Dunkler blühende Sorten gedeihen besser im Halbschatten. Wind und Regen setzen den Blüten zu und sorgen für eine vorzeitige Alterung. Die Wurzeln gedeihen am besten im kühlen Schatten. Die passenden Begleitpflanzen sind niedrige Gewächse und Bodendecker.

Alternativ kann auch eine Mulchschicht aus Kompost oder Rindenhumus für einen kühlen Boden sorgen. Große Lilienarten wie die Baumlilien oder Pantherlilie eignen sich hervorragend zur Hintergrundbepflanzung. Das optimale Erdreich ist locker, durchlässig, feucht, humos und besitzt einen leicht alkalischen oder sauren pH-Wert. Staunässe ist zu vermeiden, da sonst die Wurzeln zu faulen beginnen. Bei schweren Gartenböden empfiehlt es sich, eine mehrere Zentimeter dicke Dränage im Pflanzloch anzulegen. Diese besteht aus einer Schicht grobem Kies und darüber einer Mischung aus Sand, Kompost und Gartenerde.

Lilien pflanzen – so geht‘s

- Die Zwiebel vor dem Setzen mit Sand einhüllen.

- Die Zwiebel in ein vorgefertigtes Pflanzloch setzen. Die ideale Setztiefe ist zwei- bis dreimal so tief wie die Zwiebelhöhe. Sind im Garten Wühlmäuse unterwegs, sollten die Knollen in spezielle schützende Drahtkörbe gepflanzt werden.

- Arten mit kleineren Zwiebeln wachsen in einem Mindestabstand von etwa 15 cm. Größere Arten benötigen einen Abstand von 20 bis 25 cm.

- Bis zur Keimung auf mäßige Feuchtigkeit achten.

- Regelmäßig Unkraut und stark wuchernde Gewächse entfernen.

Düngen und Gießen

Lilien gehören zu den schwach zehrenden Gewächsen. Regelmäßiges Mulchen und größere Mengen organischer Dünger wie Kompost im Frühjahr reichen vollkommen aus. Der Dünger darf nicht zu viel Stickstoff enthalten. Ansonsten entsteht eine sichtbare Schwächung der Triebe und der Zwiebeln. Durch mäßiges Gießen wird stehende Nässe vermieden. Der beste Zeitpunkt ist am frühen Morgen oder am Abend. Die Zwiebeln dürfen nicht vollständig austrocknen. Kalkhaltiges Wasser fördert das Wachstum der Stauden.

Schneiden

- Der richtige Schnitt regt die Pflanze zur Bildung neuer Blüten an. Ausfransungen und Quetschungen an der Wunde sind durch die Verwendung von einem scharfen und sauberen Werkzeug zu vermeiden.

- Verblühte Blüten abschneiden, damit die Pflanze ihre gesamte Kraft in die Bildung von Blüten und nicht von Samen steckt.

- Welke Blätter knapp über dem Boden kappen.

- Im Spätherbst wird der verwelkte oberirdische Teil so tief wie möglich abgeschnitten.

Alle Arten Lilien eignen sich hervorragend als Schmuckblume für hohe Vasen und auch für Gestecke. Sie bleiben etwa zwei bis drei Wochen frisch. Geschnitten werden sie im Garten kurz vor dem Aufblühen und wenn die Knospen bereits eine kräftige Farbe besitzen. Der richtige Schnitt setzt bei einem Drittel des Stängels an. Der ideale Zeitpunkt sind die frühen Morgen- oder Abendstunden.

Wussten Sie schon,

dass der Ursprung der Lilie im Himalaya vermutet wird? Sie gilt heute als eine der am meisten gekauften Schnittblumen Deutschlands. Kaum jemand weiß jedoch, dass der Ursprung dieser beliebten Blume laut Wissenschaftlern beinahe 12 Millionen Jahre zurückreicht. Die Schönheit dieser Blume und Zierpflanze wird in vielen Kulturen verehrt. Vor allem im Asien gilt die Lilie sogar als Nahrungsmittel und Heilpflanze.

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