Rhododendron – ein Liebling der Hobbygärtner

Rhododendron ist ein blühender Strauch für den Garten, der schattige bis halbschattige Standorte schätzt, winterhart ist und Größen von mehreren Metern erreichen kann. Er gehört zu den beliebtesten Blütensträuchern, ist aber bezüglich Standort recht anspruchsvoll.

Seine Heimat ist vor allem die nördliche Halbkugel. Hier sind die verschiedenen Arten in freier Natur vor allem in Nordamerika und Eurasien anzutreffen.

Kurzbeschreibung

Name: Rhododendron
Familie: Ericaceae/ Heidekrautgewächse
Typ: Strauch

Höhe: 0,5 bis 5 m
Standort: Halbschatten und Schatten
Boden: Säuerlich, Heidelandschaft

Belaubung: Immergrün - Blütezeit: Frühling

Pflege: Das richtige Pflanzen, Pflegen und Schneiden eines Rhododendrons hilft, seine Blüte zu verbessern und Krankheiten vorzubeugen. Auf diese Punkte gehen wir nachfolgend ausführlich ein.

Rhododendron pflanzen – das sollten Sie wissen

Einer der wichtigsten Punkte bei der Pflanzung von Rhododendron ist, dass er einen gut durchlässigen Heideboden benötigt. Wenn Sie in Ihrem Garten einen kalkhaltigen Boden haben, ist es besser, ein größeres Loch zu graben, und vor der Pflanzung so viel Heidekraut wie möglich einzubringen. Auf diese Weise schaffen Sie gute Voraussetzungen für Ihren neuen Lieblingsstrauch.

Der Rhododendron verträgt Schatten, Halbschatten und sogar Sonne, obwohl zu heiße Standorte gemieden werden sollten. Es wird empfohlen, den Rhododendron im Herbst oder Frühjahr zu pflanzen. Wenn Sie im Sommer pflanzen möchten, sollten Sie im ersten Jahr nach der Pflanzung regelmäßig und konsequent gießen.

Wählen Sie vorzugsweise einen halbschattigen oder sonnigen, aber niemals heißen Standort. Vermeiden Sie unbedingt Bereiche, die regelmäßig überschwemmt werden, da dieser Strauch stehendes Wasser fürchtet. Können Sie ihm die richtigen Voraussetzungen bieten, werden Sie viele Jahre Freude an Ihrem Rhododendron haben.

Video: Rhododendron Pflege: Rhododendron düngen, ausbrechen & gießen

Vermehrung durch Rhododendron-Stecklinge

Die einfachste und schnellste Methode zur Vermehrung von Rhododendron ist die Stecklingsvermehrung. Die beste Zeit für einen Rhododendronschnitt ist im Sommer. So gehen Sie vor:

- Nehmen Sie 15-20 cm lange Stecklinge von nicht blühenden Trieben.
- Entfernen Sie die unteren Blätter und behalten Sie nur ein oder zwei Blattpaare am oberen Ende des Stiels.
- Tränken Sie ggf. die Basis des Schnitts in Wurzelpräparat.
- Pflanzen Sie Ihre Stecklinge in mit Blumenerde gefüllte Becher.
- Halten Sie das Substrat feucht und die Stecklinge hell, aber setzen Sie es nicht direktem Sonnenlicht aus.

Pflege von Rhododendron

Ein Rückschnitt ist beim Rhododendron nicht zwingend nötig, die Pflege ist relativ einfach und auch für Hobbygärtner mit wenig Zeit möglich.

Beschneiden des Rhododendrons: Wenn Sie die Verzweigung pflegen, reduzieren oder ausgleichen wollen:

- Schneiden Sie totes Holz weg.
- Entfernen Sie die abgestorbenen Blüten nach und nach.
- Um die Verzweigung auszugleichen, warten Sie bis zum Ende des Sommers und schneiden Sie oberhalb eines Abzweigs, um die Verzweigung zu fördern.

Gießen des Rhododendrons:

Es ist wichtig, die Erde leicht feucht zu halten. Am besten ist es, den Boden mit Kiefernrinde zu mulchen. Wässern Sie bei heißem Wetter und/oder längerer Trockenheit in den ersten 2 Jahren nach der Pflanzung. Bei Rhododendron in Töpfen gießen Sie, sobald die Bodenoberfläche trocken ist.

Rhododendron im Winter:

Der Rhododendron ist ein Strauch, der die Kälte in unseren Breitengraden sehr gut verträgt und eine gute Frostbeständigkeit aufweist. Eine großzügige Mulchschicht auf Basis von Kiefernrinde ist hervorragend als Schutz geeignet, weil sie zwei Dinge bewirkt:

- Sie schützt die Wurzeln vor strengen Frösten
- Die Zersetzung bringt Nährstoffe in den Boden und einen Säuregehalt, den der Rhododendron besonders schätzt.

Krankheiten beim Rhododendron

Mit dem Rhododendron holen Sie sich einen Strauch in den Ihren Garten, der Krankheiten widersteht, wenn er gut etabliert ist. Bei übermäßiger Feuchtigkeit ist die Pflanze jedoch anfälliger für Krankheiten. Diese zeigen sich folgendermaßen:

Blätter und Knospen werden braun

Dies hängt oft mit schlecht drainiertem Boden und damit stagnierendem Wasser an den Wurzeln zusammen. Der Rhododendron darf nie mit den Füßen im Wasser stehen und das Wasser muss schnell abfließen. Es ist daher ratsam, die Erde mit etwas Sand zu mischen.

Vergilbende Blätter des Rhododendrons

Verfärben sich die Blätter gelblich, liegt das daran, dass der Boden zu kalkhaltig ist, was zu Eisenchlorose beim Rhododendron führt. Es wird empfohlen, den Boden mit Heideerde aufzufüllen. Eine regelmäßige Düngerzugabe für Heidepflanzen ist wichtig.

Rhododendron-Sterben

Hierbei handelt es sich um eine der häufigsten Krankheiten von Rhododendron, die leider oft zu spät bemerkt wird. Der Verursacher ist ein Pilz namens Phytophthora cinnamomi. Eine schnelle Behandlung durch Entfernung und Zerstörung der befallenen Teile ist daher notwendig, aber die Überlebenschancen sind für die gesamte Pflanze leider gering. Behandeln Sie sie mit einem Fungizid, der einzigen wirksamen Lösung gegen diesen Pilz. Mitunter lässt sich der Strauch dadurch retten.

Wucherungen auf den Blättern, die ein bisschen wie Blasen aussehen

Obwohl im Allgemeinen nicht allzu ernst, wird dieser Pilz mit dem Namen Exobasidium vaccinii auch als Blattgalle bezeichnet. Im Allgemeinen reicht es aus, die Blätter mit den Gallen zu entfernen, um die Krankheit auszurotten.

Wissenswertes über Rhododendron

Dieser Strauch ist einer der schönsten blühenden Sträucher, um Ihren Garten zu schmücken. Der Rhododendron bietet eine prächtige Blüte schon im Frühjahr und schönes Laub das ganze Jahr über. Die Pflanze kann sehr lange leben und imposant werden, wobei einige Pflanzen eine Höhe von über 5 Meter erreichen. Ihre Blüten, die in Büscheln von bis zu 20 und 25 cm Durchmesser gruppiert sind, reichen je nach Art von rosa über rot bis hin zu weiß und violett. Vor allem bei großblumigen Arten sollten möglichst viele Blüten entfernt werden. Vor allem noch junge Pflanzen benötigen ansonsten zu viel Kraft für die Ausbildung von Samenkapseln. Dadurch wird die Pflanze in ihrer Entwicklung gehemmt. Frische Rhododendronblüten sehen wunderschön in Vasen aus. Belassen Sie sie am Strauch sollten sie aber sofort nach dem Verwelken entfernt werden.

Ein Tipp: Verwenden Sie weder Messer noch Gartenschere zum Abschneiden der Rhododendronblüten. Besser ist es, wenn Sie die Dolde am Stiel festhalten und mit der anderen Hand abknicken. Dadurch wird verhindert, dass die neu austreibenden Knospen beschädigt werden. Vor allem junge Sträucher unterstützt man auf diese Weise dabei, im kommenden Jahr fleißig neue Blütendolden auszubilden.

Wichtig: Rhododendron ist giftig! Nicht allein die Blätter, sondern auch Pollen und Nektar sind bei Verzehr gefährlich. Es soll sogar Fälle geben, in denen sich Menschen durch Honig aus Rhododendron Nektar Vergiftungen zugezogen haben.

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