Herbstarbeiten im Garten

Das bunte Laub an den Bäumen erinnert uns daran, dass das Gartenjahr mit einigen dringend zu erledigen Arbeiten zu Ende geht. Gartenmöbel winterfest machen gehört ebenso dazu, wie nicht frostfeste Gartendekorationen zu entfernen. Was genau muss aber für die Pflanzen, Beete und Rasen getan werden?

Herbstschnitt: Was wird im Herbst abgeschnitten – und womit?

Als Gartenbesitzer sollten Sie sich rechtzeitig damit vertraut machen, was im Garten nach einem Herbstschnitt verlangt. Ahorn, Obstbäume, Birken und Pappeln sollten je nach Sorte im Winter geschnitten werden (teilweise ein zweites Mal im Sommer). Auch Hecken bitte erst in ihrer Ruhephase im späten Herbst stutzen! Auf einen Schnitt im Herbst verzichten einige Blumen, zum Beispiel Rosen, sehr gerne und warten damit bis zum Frühjahr.

Schneiden Sie im Herbst keinesfalls wahllos und gnadenlos in gesundes Holz. Entfernt werden sollten kranke Pflanzenteile sowie störende und sehr dünne Zweige nahe dem Stamm, außerdem abgestorbene Zweige und Äste. Sofern Sie ein noch unerfahrener Gartenanfänger sind, ist es unter Umständen angebracht, diese Arbeit in fachmännische Hände zu legen. Schauen Sie aber in diesem Fall dem Gärtner über die Schulter, damit Sie in der nächsten Saison selbst Hand anlegen können.

Gut zu wissen: Kranke Pflanzenteile dürfen nicht auf den Kompost geworfen werden.

Für den Schnitt sind nicht alle Scheren uneingeschränkt empfehlenswert. Ratschenscheren Baumscheren (mit Seilzug oder Teleskopstiel) helfen effektiv beim Herbstschnitt von Gehölzen und höheren Bäumen. Für Blumen und dünne Äste leistet eine hochwertige Gartenschere gute Dienste.

Topfgärten winterfest machen

Vergessen Sie nicht, Ihre Topfpflanzen gut über den Winter zu bringen. Verblühte einjährige Sommerblüher gehören auf den Kompost oder in die Grünabfuhr. Pflanzen wie Hortensien und Rosen im Kübel müssen vor starkem Frost geschützt werden. Dafür benötigen sie einen guten Winterschutz, der sich durch Umwickeln von Jute und Tannenreisig einfach schaffen lässt. Empfehlenswert sind frostsichere Kübel, zum Beispiel aus Kunststoff.

Nicht winterharte, jedoch mehrjährige Blumen im Kübel, müssen zum Schutz vor dem Frost an einen frostsicheren und hellen Standort gebracht werden. Im Außen- wie im Innenbereich, dürfen Sie nicht vergessen die Pflanzen zu gießen. Häufiger als an Frost sterben die Pflanzen an Wassermangel.

Video: Garten winterfest machen / So wird's gemacht

Beete im Herbst auf den Winter vorbereiten

Ist der Herbst da und verabschieden sich Ihre Stauden sichtbar in den Winterschlaf, müssen Sie als Hobbygärtner noch einige Arbeiten erledigen. Zuerst schneiden Sie die vertrockneten Teile der Stauden ab. Jetzt ist es auch an der Zeit, Samen zu sammeln. Diesen bewahren Sie an einem dunklen und trockenen Ort bis zur Verwendung auf.

Als Schutz gegen die Kälte helfen bei empfindlicheren Pflanzen eine Schicht Laub und Reisig. Einige Rosensorten, Hortensien und Clematis zählen zu den beliebtesten Gartenblumen, aber auch zu jenen, die einen Schutz zu schätzen wissen. Gräser sehen mit Frost überzogen gerade in den kalten und frostigen Monaten wunderschön aus, weswegen viele Hobbygärtner diese stehen lassen und sie erst im Frühling stutzen.

Den Boden von Laub befreien

Häufig wird empfohlen, Laub in den Beeten als natürlichen Winterschutz zu verteilen. Im Grunde eine tolle Idee, sofern der Baum, von dem das Laub stammt, ganz gesund ist. Ist dieser jedoch von Schädlingen oder Pilz befallen, würden Sie sich mit dem Laub Probleme in die Beete holen. Eine Übertragung der Schädlinge und Erkrankungen auf die Beetbepflanzung wäre nämlich vorprogrammiert.

Ist das Laub jedoch in Ordnung, lassen Sie es einfach locker auf den Beeten liegen. Je nach Blattgröße können sie es im Herbst oder Frühling in die Erde einarbeiten, was für die Entwicklung von Humus sorgt.

Ein Tipp: Behalten Sie ein paar schöne Blätter, um mit deren Hilfe einen herbstlichen Blätterkranz zu basteln. Hagebutten und Kastanien lohnt es ebenfalls für eine Herbstdekoration zu sammeln. Kinder lassen sich hier leicht und freudig zum Basteln inspirieren und lernen so den Kreislauf der Natur kennen.

Gelbe Stellen im Rasen: Laub als Verursacher

Laub von einer großen Rasenfläche zu entfernen, kann recht mühsam sein. Doch es nicht zu tun, bestraft Sie im Frühjahr mit einem sehr unschönen Rasen: Dieser würde durch das Laub kaum „atmen“ können. Sehr ungünstig ist es, wenn Laub auf dem Rasen liegt und eine Regenperiode für extreme Feuchtigkeit sorgt. Ihr Rasen hat dann meistens mit einer Fäulnis zu kämpfen. Was also tun?

Auf einer kleinen Rasenfläche reichen schon Spaß an frischer Luft und ein Rechen aus. Sehr praktisch und ganz ohne Anstrengung funktioniert das Laub entfernen mit dem Rasenmäher. Dieser muss natürlich über einen Grasfangsack verfügen. Da Laub beim Mähen gleich zerkleinert wird, ist es ideal, dieses anschließend auf die Beete zu verteilen. Auch die Anschaffung eines Laubbläsers oder Laubsaugers ist eine Überlegung wert.

Mähen Sie Ihren Rasen vor der Winterpause ein letztes Mal auf 5 cm Höhe, dieses spätestens Anfang November. Bleibt der Rasen zu hoch, haben Krankheiten und Pilze ein leichtes Spiel. Im Herbst ist eine Düngung für den Rasen mit Stickstoff und Kalium empfehlenswert.

Für Tierfreunde: Wenn möglich, lassen Sie einen Laubhaufen mit ein paar Ästen und Zweigen liegen. Am besten neben oder unter einem Strauch, sodass sich Igel hier ein Winterquartier einrichten können.

Zwiebelblumen ideal für Herbstpflanzung

Lieben Sie es auch so sehr, wenn im Frühling wieder Leben in die Blumenbeete kommt? Erfreuen Sie sich jedes Jahr aufs Neue, wenn sich Schneeglöckchen mit ihren vorwitzigen Köpfen einen Weg durch den Schnee bahnen und die ersten Narzissen in schönstem Sonnengelb leuchten? Dann dürfen Sie auf keinen Fall die Pflanzung im Herbst vergessen. Bevor die Blumenzwiebeln in den Boden kommen, muss dieser jedoch von Unkräutern, Wurzeln und Steinen befreit werden, sodass er fein und krümelig ist. Nachfolgend paar Beispiele für Zwiebelblumen, die im Herbst in die Beete gepflanzt werden:

  • Tulpen

  • Narzissen

  • Hyazinthen (auch Traubenhyazinthen)

  • Krokusse

  • Schneeglöckchen

  • Blausterne

  • Winterlinge

  • Zierlauch

Lesen Sie sich unbedingt auf der Verpackung der Zwiebel die Pflanzanleitungen durch. Hier erfahren Sie die genaue Pflanzzeit und Pflanztiefe.

Übrigens: Auch Knoblauchzehen sollten im späten Herbst in die Erde gesetzt werden, wenn Sie im Frühling frische Knollen ernten möchten.

Die Neupflanzung im Herbst

Der Herbst ist wunderbar geeignet, um neue Pflanzen in die Beete zu bringen. Wollen Sie ältere Stauden durch eine Teilung wieder verjüngen? Auch hier bietet sich diese Jahreszeit ideal an. Gerade im Herbst gibt es viele Niederschläge, die für ausreichende Feuchtigkeit für die „grünen Neulinge“ sorgen. Im ersten Jahr ist es empfehlenswert, den neuen Pflanzen Winterschutz zu bieten.

Ein Tipp: Wenn im Herbst die Beete trist und langweilig aussehen, können blühende Astern und Herbstanemonen farblichen Schwung in Ihren Garten bringen.

Last but not least

Haben Sie alle Herbstarbeiten im Garten erledigt? Dann sollten Sie sich jetzt noch mit der Pflege der Gartengeräte befassen. Reinigen Sie Ihre Spaten, Harken & Co. gründlich, vielleicht müssen diese auch repariert werden. Dieses gilt ebenso für Rasenmäher.

Bringen Sie Ihre Gartengeräte trocken durch den Winter, so können sie keinen Rost ansetzen.

Düngemittel und Samen müssen Sie unbedingt vor Feuchtigkeit schützen. Ist alles erledigt, dürfen Sie im Frühling mit einwandfreien Geräten aufs Neue loslegen und Ihren Garten zum Leben erwecken.

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